Donnerstag, 27. April 2017

Rezension: Ich, Eleanor Oliphant // Gail Honeyman


AUFARBEITUNG DER VERGANGENHEIT



Meine Meinung

Eleanor ist ein Mensch, der für sich bleibt, kaum Freunde hat, entweder bei der Arbeit oder daheim ist. Ihre sozialen Fähigkeiten sind nicht wirklich ausgeprägt und so kommt sie (für den Leser) in die eine oder andere komische Situation, die einfach nur zum Lachen ist, für Eleanor aber nur Unverständnis hervorruft.
Spannung in der Geschichte wird durch ein Geheimnis um Eleanor erzeugt. Ihre Kindheit war sehr, sehr schwierig und sie hat ein Trauma erlebt, das sie nie wirklich verarbeitet hat. Durch eine Begegnung wird sie aus der Lebensstarre ein bisschen herausgeholt und sie versucht, etwas zu verändern. 

Eleanor hat einen schwierigen Charakter, der zwar dadurch begründet ist, dass sie eben eine schwierige Kindheit hatte und kaum Bezugspersonen, denen sie vertrauen konnte und von denen sie lernen konnte, aber trotzdem scheint es, als wäre wirklich alles an ihr vorbeigegangen und sie hätte nichts mitbekommen. 

Der Schreibstil war manchmal sehr detailliert und es hat sich manchmal alles sehr in die Länge gezogen. Die Autorin beschreibt alles sehr genau und beschreibt lieber alles, als dass sie es in die Geschichte miteinbaut. Wobei man Eleanors Charakter und Eigenheiten am besten dadurch kennenlernt, wenn man die geballte Ladung an Informationen auf einmal bekommt. Aber es war trotzdem mühsam, da am Ball zu bleiben und sich durch diese Beschreibungen zu lesen. Nach einer Weile habe ich aber in einen Lesefluss gefunden und es

Die Themen, die oft auch nebenbei auftreten und angesprochen werden, sind oft mit erhobenen Zeigefinger dargestellt. Klar, es ist vielleicht Eleanors Sichtweise, aber mir war das ein bisschen zu aufdringlich und erklärend. Nichtsdestotrotz sind sie schon sehr überlegt und können weitere Denkanstöße geben.

Fazit

Im Großen und Ganzen ein gutes Buch. Für meinen Geschmack zu viele Beschreibungen und Erklärungen und die Handlung zieht sich stellenweise. Jedoch werden wichtige Themen angesprochen und einige Überraschungen warten am Ende des Buches auf einen. Das gewisse Etwas hat jedoch gefehlt.



Klappentext

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus - und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

 

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