Sonntag, 21. August 2016

Rezension: The Girls von Emma Cline


"WIR WOLLEN ALLE GESEHEN WERDEN." (S. 346)





Inhalt laut Verlag

Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden – aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann, an einem der endlosen Sommertage, begegnet sie ihnen: den „Girls“. Das Haar, lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider. Ihr lautes, freies Lachen. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin und merkt nicht, wie der Moment naht, der ihr Leben mit Gewalt für immer zerstören könnte. 







 Infos
  • Autorin: Emma Cline, geboren 1989, wuchs mit ihren sechs Geschwistern im nordkalifornischen Sonoma auf. Nach einem Master of Fine Arts an der Columbia University zog sie nach Brooklyn. Sie schreibt u. a. für den New Yorker und Oprah Winfreys Magazin O., 2014 hat sie den Plimpton Prize for Fiction der Paris Review erhalten. 2016 ist bei Hanser ihr Debütroman The Girls erschienen. (Quelle: https://www.hanser-literaturverlage.de/autor/emma-cline/ 14.8.2016)
  • Einband: fester Einband
  • Seitenanzahl: 348 Seiten
  • Verlag: Hanser
  • ISBN: 978-3-446-25268-4


Meine Meinung


Emma Cline's Debüt spaltet die Leserschaft. Und das spricht eindeutig für das Buch. Ich bin auf der begeisterten Seite und sehr froh, das Buch gelesen zu haben. Cline hat sich von Charles Manson und seiner Sekte der Manson Family inspirieren lassen und eine Adaption rund um die Geschehnisse von damals geschrieben. Die Sekte tritt jedoch in den Hintergrund, so wichtig sie für den Verlauf der Geschichte auch ist. Wir begleiten Evie auf ihrem Weg sich selbst kennenzulernen, ein Stück erwachsen zu werden. Cline schafft es wunderbar die undefinierbare Existenz in der Pubertät in Worte zu fassen.

Während dem Lesen spürt man die Hitze des drückenden Sommers 1969, riecht man den Müll und der muffeligen und schäbigen Ranch und versucht zu verstehen, warum Evie sich in die Fängen dieser unsympathischen Menschen begibt. Evie erzählt über ihre Zeit bei Manson und seinen Mädchen in Form von Rückblenden. Sie wird durch eine Begegnung an diese Zeit erinnert und arbeitet so nochmal alles durch. Die Sprünge zwischen der reifen, reflektierenden zur heranwachsenden Evie sind sehr gelungen umgesetzt. Die Autorin hat sich hier sehr gut in beide Köpfe hineinversetzen können und beide sehr authentisch dargestellt.

Der Schreibstil ist wirklich hervorragend und für ein Debüt wirklich sehr gut. Cline hat eine besondere Sprache und versteht es mit kurzen Sätzen sehr viel auszudrücken. Sie hat ohne weiteres Spannung aufgebaut und eine faszinierende Atmosphäre geschaffen. Die Geschichte hat mich magisch angezogen und ich konnte mich nur schwer davon lösen. Ich konnte Evie in vielem nachvollziehen und war gleichzeitig geschockt über manche Dinge, die für sie selbstverständlich wurden. An der Übersetzung hakte es manchmal. Die ist nicht immer ganz so gelungen.

Leider blieben manche Figuren, die ausschlaggebend für die Geschichte sind, sehr blass. Zum einen Suzanne, über die ich so gerne viel mehr erfahren hätte und zum anderen Russell, der Boss der Ranch, der nur eine Randfigur blieb. Generell die Mädchen wurden nur sehr oberflächlich behandelt. Der Fokus lag auf Evie und ihren Gedanken und Gefühlen. Die durchaus auch sehr interessant waren.

Fazit

Für mich ein Buch, das polarisiert und sich durch vieles auszeichnet. Die einzigartige Sprache, die mysteriösen Figuren, die faszinierende Geschichte und noch vieles mehr, konnten mich vollkommen überzeugen. Das Buch regt zum Nachdenken an und im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Thema lernt man viel über sich selbst. Das rechne ich dem Buch hoch an! Klare Leseempfehlung!

Samstag, 20. August 2016

Rezension: Das Licht in meinem Herzen von Simone Gollmann



ÜBERMASS AN KITSCH





Inhalt laut Verlag

Als sich Sienna in Jasper verliebte, fing ihre Welt endlich wieder an, sich zu drehen. Sienna konnte das erste Mal nach dem Tod ihrer besten Freundin wieder glücklich sein. Doch als sie begann wieder zu lächeln wusste sie noch nicht, wie nah sie den Tränen der Verzweiflung schon war. 











 Infos
  • Autorin: Simone Gollmann ist mit ihren 17 Jahren noch jung, hat ihre Leidenschaft zum Schreiben und zur Literatur jedoch schon früh entdeckt. Die aus der Steiermark kommende Schülerin hat 2016 ihren Debütroman "Das Licht in meinem Herzen" veröffentlicht.
  • Einband:Taschenbuch
  • Seitenanzahl: 318 Seiten
  • Verlag: united p.c.
  • ISBN: 978-3-7103-2737-7

 Meine Meinung


Das Licht in meinem Herzen ist die Liebesgeschichte der 17-jährigen Sienna, die ihren Freund unter weniger guten Umständen kennenlernt. Jedoch lässt sie sich nicht davon abhalten, ihn zu lieben. Die Geschichte weißt am Anfang und am Ende Krimielemente auf, die sich jedoch auch an diesen Stellen in Grenzen halten und mich nicht immer überzeugen konnten. Dazwischen reiht sich eine kitschige Liebesszene an die andere.Wenn du eine perfekte Liebesgeschichte lesen willst, die fast schon ein bisschen zu perfekt ist, dann ist dieses Buch genau richtig. 

Mir war es ein wenig zu perfekt, zu klischeelastig und zu kitschig. Die Geschichte hab ich als ein bisschen oberflächlich empfunden und der Fokus lag wirklich ausschließlich auf der Liebe zwischen Sienna und Jasper und der Mord an Siennas bester Freundin war irgendwie nur nebensächlich. Für mich war nicht wirklich etwas Neues dabei. Das war mir zu wenig, auch wenn einzelne Szenen richtig gelungen sind. Zwischendurch gibt es kurze Einschübe aus einer anderen Perspektive, die man zuerst nicht zuordnen kann, die in dem Moment auch nicht so relevant erscheinen und erst später Sinn ergeben.

Der Schreibstil ist sehr jungendlich und sehr einfach. Man merkt, dass es das erste Buch der Autorin ist, denn zwischendurch war es holprig zu lesen und der Stil noch nicht so ausgereift. Es kommen ziemlich viele Wortwiederholungen vor und manches hätte man besser ausdrücken können. Das Potential ist jedoch da und das lässt sich sicher noch steigern.

 Fazit

Das Debüt der jungen Autorin muss sich nicht verstecken, kann jedoch nicht mit anderen Geschichten mithalten. Eine perfekte Liebesgeschichte und sehr viel Kitsch waren mir zu wenig und zu wenig Neues. Die Krimielemente halten sich in Grenzen, das Ende fand ich jedoch sehr gelungen.  Dazu kommt ein einfacher Schreibstil, der noch nicht ganz ausgereift ist, wo man jedoch das Potential der Autorin durchaus herauslesen kann.

Montag, 15. August 2016

Rezension: Die Trotzigen von Boris Schumatzky


ZWISCHEN MOSKAU UND BERLIN




Inhalt laut Verlag

Moskau, August 1991. Alexander »Sascha« Potjomkin wird durch das Klingeln des Telefons geweckt. Es ist seine Mutter, die ihm erklärt, dass die Welt, wie er sie kennt, nicht mehr existiert. Vor Saschas Fenster rollen Panzer über den Leninprospekt. Er ist Dolmetscher und sieht sein Heil in der Flucht nach Berlin. Für Saschas bayerische Freundin Anna Iwanowna hingegen ist das Moskau im Umsturz die freieste Stadt der Welt.
Nach einer gemeinsamen Nacht, verlässt sie ihn, und Sascha macht sich mit seinem Kumpel Denis auf nach Berlin. Doch dort ist die große Freiheit, von der in Moskau noch alle träumen, längst passé. Zwei Jahre später, als wieder ein Putsch Moskau erschüttert, begegnen sie sich erneut, und Anna macht eine unerwartete Entdeckung. Langsam reift in ihnen die Einsicht, dass ihnen niemand die Last abnehmen kann, selbst zu entscheiden, wie sie leben wollen.









 Infos
  • Autor: Boris Schumatsky studierte in Moskau, St. Petersburg und Berlin Kunstgeschichte, Philosophie und Politologie. Er lebt als freier Autor in München und Berlin und veröffentlicht seit 1991 Artikel und Features in der taz, FAZ, NZZ, der ZEIT und Deutschlandradio. 1999 erschien die Familienchronik „Silvester bei Stalin“, 2016 sein Essaybuch „Der neue Untertan“. „Die Trotzigen“ ist sein jüngster Roman.   (Quelle: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/autoren/boris-schumatsky-a01 15.8.2016)
  • Einband: Hardcover
  • Seitenanzahl: 384 Seiten
  • Verlag: Blumenbar
  • ISBN: 978-3-351-05029-0

Meine Meinung


Ich bin mir nicht sicher, was mir das Buch sagen wollte. Von Anfang an habe ich mir schwer getan, in die Geschichte reinzufinden. Sie war sehr verwirrend, da ohne irgendeinen Übergang mitten im Text die Perspektive, die Zeit, der Ort gewechselt wurde, weil Sascha der Person gerade begegnet oder an etwas in der Vergangenheit denkt. Man gewöhnt sich jedoch daran. Zum Ende hin war es sogar richtig gut, als die Perspektivenwechsel weniger wurden. Es geht um Drogen, Sex, Arbeit und die Beziehung zwischen Sascha und Anna, in der beide nie wirklich zueinander finden. Es geht auch um Moskau und den Augustputsch und Berlin. Viel wird von der Straße erzählt. Den Demonstranten, den Panzern, den Soldaten. Der Untertitel fasst den Inhalt auch eigentlich ziemlich gut zusammen.

Es gibt etliche Nebencharaktere, die mir sehr fremd geblieben sind. Auch die Hauptcharaktere waren mir ziemlich unsympathisch durch ihr Verhalten. Sie alle haben es nicht geschafft, mich zu berühren, mich zu interessieren. Stellenweise sind mir die Ausführungen der einzelnen Szenen sehr lang vorgekommen und es war auch sehr langweilig erzählt. Ich fand alles ziemlich oberflächlich dargestellt. Der Plot rund um Sex, Drogen und die Liebesgeschichte, die keine war, waren mir einfach zu wenig. Die politische Dimension, die dieses Buch stark vertritt, blieb für mich immer eine Nebenkonstante, bei der ich die Zusammenhänge oft nicht verstand, weil ich die Zeit nicht miterlebt habe. 

Beim Schreibstil kann ich nichts aussetzen, außer, dass die Perspektive zu abrupt gewechselt wurde. Lässt man den Inhalt weg, ist es auch sehr gut und fließend zu lesen. Das Buch ist in vier Hauptkapitel mit mehreren Unterkapitel eingeteilt. Manchmal erkennt man den Perspektivenwechsel schon, indem ein größerer Absatz zwischen den Teilen ist, aber eben nicht immer. Ich hab in Allem sehr lange zum Lesen gebraucht.

Fazit

Ein Buch, das mich nicht begeistern konnte. Ich wurde nie richtig warm mit der Geschichte, hab mir von Anfang an schwer damit getan, überhaupt reinzufinden. Sehr verwirrende Perspektivenwechsel und Szenenübergänge und unsympathische Charaktere, zu denen ich keine Verbindung aufbauen konnte, taten leider den Rest. Von der Liebe war in der Geschichte keine Spur. Die politische Komponente dafür sehr stark ausgeprägt.


Samstag, 13. August 2016

Leseleidenschaft 2016: Ein Zwischenbericht


Ihr Lieben,

Bücher begleiten mich täglich durch meinen Alltag, und wenn es manchmal nur bedeutet, dass ich an sie denke: an das Buch, das daheim auf mich wartet, welches ich als nächstes lese, wie ich meine Regale anders sortieren könnte, welche Bücher ich unbedingt noch kaufen und lesen will (u.s.w.u.s.f.). An anderen Tagen lese ich wie verrückt, tausche mich online über Bücher aus oder widme mich diesem Bücherblog hier :)



Manche Bücher gehen auf meinem Blog jedoch unter, weil ich keine Rezensionen dazu schreibe oder ich sie nicht anderweitig vorstelle. Dem will ich mit diesem (etwas längeren) Zwischenbericht ein bisschen entgegenwirken und einige Highlights und Flops in diesem Beitrag hier festhalten. In der Anfangszeit meines Blogs war es mir ja auch wichtig, Bücher vorzustellen, die mir nicht gefallen haben. Das hat sich irgendwie ein bisschen eingestellt, da ich meinen Geschmack ziemlich gut kenne und fast nur mehr Bücher auswähle, die mich wirklich ansprechen.



STATISTIK
(Stand 13.8.2016)


Gelesene Bücher: 33 Bücher
Gelesene Seiten: 10.792 Seiten
Neuzugänge: 56 Bücher
Rezensionen: 20 Rezis
SuB: 113 Bücher
(und es wird nicht weniger)


Die Neuzugänge werde ich jetzt wieder in einzelnen Posts vorstellen und zwar, so denke ich, dass es am besten pro Monat einmal einen Post geben wird. Alle jetzt hier aufzuzählen wäre einfach zu viel. Außerdem finden sich einige eh unter den gelesenen Büchern :)


HIGHLIGHTS


Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr entweder zur Rezi oder zur Verlagsseite.
http://www.fischerverlage.de/buch/das_rosie-projekt/9783596520831http://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/03/rezension-schwarze-magnolie-wie-ich-aus.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/03/rezension-am-ende-bleiben-die-zedern.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/07/rezension-mit-anderen-worten-ich-von.htmlhttps://www.hanser-literaturverlage.de/buch/the-girls/978-3-446-25268-4/


Ich hab selten so viel gelacht wie beim Rosie-Projekt. Die Liebesgeschichte konnte mich vollends überzeugen. Die Fortsetzung könnt ihr euch jedoch sparen. Sie kommt bei Weitem nicht an den ersten Band heran und ich lese schon ewig daran. Sprachlos zurückgelassen hat mich Schwarze Magnolie. Die Flucht der Protagonistin aus Nordkorea hat mich wirklich mitgenommen. Am Ende bleiben die Zedern ist eine literarische Perle im Regal. Das Debüt des Autors besticht mit vielen Details und einer poetischen Erzählkunst.
Ich bin so froh, dass ich Mit anderen Worten: ich gelesen habe. Das Buch berührt und ist mit seinen vielschichtigen Charakteren ein Lesehighlight. Das Jugendbuch greift wichtige Themen auf und kann überzeugen. Das Buch, das die Leserschaft spaltet, ist The Girls. Ich fand es ausgesprochen faszinierend und haarsträubend erzählt. Es ist eine Adaption der wahren Geschehnisse rund um Charles Manson und seiner Sekte der Manson Family.


FLOPS

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr entweder zur Rezi oder zur Verlagsseite.
http://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/04/rezension-die-unsichtbare-heldin-von-j.htmlhttp://www.randomhouse.de/Buch/Heldentage/Sabine-Raml/Heyne-fliegt/e465046.rhdhttp://www.aufbau-verlag.de/index.php/die-trotzigen.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/07/rezension-unsterblich-tor-der-dammerung.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/05/rezension-roboter-stehlen-deinen-job.html


Ganz schlimm war Die unsichtbare Heldin. Der Flop des Jahres bis jetzt. Es hat auch von den 5 die schlechteste Bewertung. Im Vergleich zu dem was ich sonst so lese, war es echt ziemlich primitiv. Danach folgen Heldentage und Die Trotzigen. Beide Bücher waren nervig zu lesen. Einerseits lags an den Protagonisten, andererseits am Schreibstil und der Story.
Unsterblich - Tor der Dämmerung und Roboter stehlen deinen Job, aber das ist OK liegen eher im Mittelfeld. Herausragend waren sie nicht, grottenschlecht aber auch nicht. Empfehlen tu ich sie nicht. 


WEITERE GELESENE BÜCHER

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr entweder zur Rezi oder zur Verlagsseite.
http://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/05/rezension-wir-kommen-von-ronja-von-ronne.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/01/rezension-wir-sind-cyborgs-von.htmlhttps://www.hanser-literaturverlage.de/buch/eleanor-und-park/978-3-446-24740-6/http://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/04/rezension-der-kleinste-kuss-der-welt.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/04/rezension-verstorungstheorien-von.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/03/rezension-die-ungehorigkeit-des-glucks.htmlhttp://www.thienemann-esslinger.de/planet/buecher/buchdetailseite/gallagher-girls-spione-fuers-leben-isbn-978-3-522-50469-0/http://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/02/rezension-das-danische-madchen-von.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/02/rezension-so-wust-und-schon-sah-ich.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/04/rezension-gracekeepers-von-kirsty-logan.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/05/rezension-michael-kohlmeiers.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/05/rezension-metamorphose-am-rande-des.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/07/rezension-bfg-von-roald-dahl-englisch.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/06/rezension-die-frauen-vom-meer-von-deniz.htmlhttp://anjasbuecher.blogspot.co.at/2016/04/rezension-willkommen-in-night-vale-von.htmlhttps://www.piper.de/buecher/aufbruch-isbn-978-3-492-70277-5https://www.piper.de/buecher/fragmente-isbn-978-3-492-70283-6https://www.piper.de/buecher/ruinen-isbn-978-3-492-70284-3http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-ganzes-Leben/Robert-Seethaler/Goldmann-TB/e469253.rhdhttp://www.droschl.com/buch/wir-sind-idioten/http://www.egmont-manga.de/buch/detektiv-conan-85/http://www.egmont-manga.de/buch/detektiv-conan-86/http://www.egmont-manga.de/buch/detektiv-conan-87/


Hier möchte ich ein paar Bücher hervorheben (Zu den anderen gibt es Rezis).

 Zum einen die Partials-Trilogie von Dan Wells. Die Dystopie ist wirklich sehr gut. Ich hab die Bücher verschlungen und ich mache mir Vorwürfe, dass der erste Band so lange ungelesen im Regal stand. Der letzte Band ist zwar ein bisschen schwach im Vergleich, aber im Großen und Ganzen ist die gesamte Geschichte gelungen.
Eleanor & Park ist eine süße Teenager-Außenseiter-Liebesgeschichte. Ich liebe diese Sparte an Büchern und kann gar nie genug davon bekommen. Auch dieses Buch konnte mich sehr mitreißen.
Spione fürs Leben ist der Abschlussband der 6-teiligen Spioninnen-Reihe. Die Jugendbücher wurden sehr süß und hervorragend umgesetzt. Ich war richtig traurig, als die Reihe zu Ende gelesen war.
Ganz überrascht war ich von dem dünnen Büchlein Ein ganzes Leben, das trotz seiner Einfachheit sehr berührt und erzähltechnisch wahrlich hervorsticht. 
Die Autorin Rosa Pock durfte ich dieses Jahr bei den Rauriser Literaturtagen live erleben und so konnte ich mein Exemplar von Wir sind Idioten auch signieren lassen. Ihr Werk zählt zur experimenteller Literatur. Sie spielt mit Sprache und Grenzen. Man muss sich darauf einlassen.
Zu meinen Lieblingsmangas zählt eindeutig Detektiv Conan. Es sind auch die einzigen Mangas die ich lese. Es kommen immer wieder mal neue zu meiner Sammlung dazu :) Dieses Jahr eben schon 3.



BUCHVERFILMUNGEN






Im Kino liefen bis jetzt auch schon einige Buchverfilmungen, aber irgendwie hab ich es  geschafft, dass ich manchmal entweder nur das Buch gelesen oder nur den Film gesehen habe...

1.) Die Bestimmung - Allegiant (die letzte Entscheidung)
Ich hab nur das Buch gelesen und irgendwie verschwitzt, dass da dieses Jahr ein Film rausgekommen ist. Das Buch hat mir, um mich zu verteidigen, aber auch gar nicht so gut gefallen und der Trailer hat mich jetzt im Nachhinein auch nicht so angesprochen. 
Hat den Film von euch wer gesehen? :)


 2.) The BFG
The BFG hab ich bis jetzt nur als (englisches) Buch gelesen und über den Film einige schlechte Kritiken gelesen, sodass ich bis jetzt davor zurückschrecke, ihn mir anzusehen. Das Buch war sehr niedlich und für ein Kinderbuch auch sehr tiefgründig.


3.) Smaragdgrün
Da hab ich Buch und Film konsumiert und ich muss sagen, dass ich beides gut fand. Das Buch hatte ich sowieso verschlungen und auch den (von der Story her ein wenig abgeänderten) Film fand ich echt gelungen. Die Filme wurde mit den Fortsetzungen immer besser. 



4.) Ein ganzes halbes Jahr
Diesen Film musste ich mir einfach geben und ich liebe ihn. Danach hab ich mir das Buch gekauft und es wartet bereits sehnsüchtig darauf, von mir gelesen zu werden. Ich vertrete ja die Ansicht, dass es besser ist, den Film vor dem Lesen zu sehen, da man dann vom Film (der meistens anders umgesetzt wird) nicht so enttäuscht ist. 




5.) Das dänische Mädchen
Auch hier waren Buch und Film etwas ganz Besonderes. Der Film hat mir sogar ein klitzekleines Bisschen besser gefallen. Die Geschichte, die auf einer wahren Person beruht, war sehr eindringlich und überraschend gut.





Buchverfilmungen, die ich dieses Jahr noch unbedingt sehen (bzw. lesen) will:
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind
Die Insel der besonderen Kinder
Tschick

LITERATURTAGE IN RAURIS

Ende März/Anfang April war ich von einem Seminar auf der Uni aus bei den Literaturtagen in Rauris, bei der wir Grazer Studenten die Universität vertreten haben. Wir haben ein Interview mit der steirischen Autorin Rosa Pock geführt und waren insgesamt ca. 4 Tage dort. Rauris ist ein kleines Bergdorf in Salzburg. Die 4 Tage waren gefüllt von Lesungen, interessanten Interviews, spannenden Gesprächen und das alles lässt ein Bücherherz höherschlagen. Vor allem, wenn man dann seine Bücher signieren lassen kann und die Autoren und Autorinnen persönlich trifft. <3
Im Zuge der Literaturtage wurde auch der Rauriser Literaturpreis vergeben. Den Literaturpreis hat Hanna Sukare, den Förderungspreis Carlos Peter Reinelt gewonnen.

© David Sailer IMAGES
Das Foto zeigt unseren Professor mit der Autorin Rosa Pock.
Ich sitz irgendwo da vorne, da wir gerade das Interview mit ihr führen :D

Samstag, 23. Juli 2016

Rezension: Unsterblich - Tor der Dämmerung von Julie Kagawa (1/3)



IN EINER WELT,

 IN DER VAMPIRE HERRSCHEN,

 IST ES BESSER, 

KEIN MENSCH ZU SEIN






Klappentext

Dunkelheit ist über die Welt gekommen, die Städte liegen in Ruinen und die Menschen sind zu Gefangenen der Vampire geworden. In dieser Welt lebt die ebenso eigensinnige wie mutige Allie, die sich Nacht für Nacht gegen die Tyrannei der Vampire auflehnt. Bis zu jenem schicksalhaften Moment, in dem sich ihr Leben für immer verändern wird...















 Infos
  • Autorin: Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Mit ihrer Saga Plötzlich Fee stieg sie zum hellsten Stern am Fantasy-Himmel auf. Sie lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.  (Quelle: http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Unsterblich-Tor-der-Daemmerung/Julie-Kagawa/Heyne/e486009.rhd#\|vita 12.7.2016)
  • Einband: Taschenbuch
  • Seitenanzahl: 606 Seiten
  • Verlag: Heyne
  • ISBN: 978-3-453-31711-6 
  • Fortsetzungen: (2) Unsterblich - Tor der Nacht; (3) Unsterblich - Tor der Ewigkeit

 

Meine Meinung


Julie Kagawa hat sich wirklich getraut, dem Thema Vampire noch eine Geschichte mehr hinzuzufügen. Ich muss sagen, das mit der Dystopie und dass die Vampire aus ihren Verstecken herauskommen und sich offen zeigen, ist ja wirklich eine tolle Idee. Aber... Leider kommen jetzt einige "Abers":

Die Geschichte hat Potenzial, das will ich gar nicht abstreiten, jedoch wurde dieses  nicht voll ausgeschöpft. Der Anfang zieht sich ziemlich. Die ersten 100 Seiten (bei insgesamt 600 zählen die ersten 100 noch als Anfang) passiert im Grunde sehr wenig, auch wenn Kagawa versucht hat, das ganze spannend zu machen, waren mir die Beweggründe der Protagonisten nicht nachvollziehbar und irgendwie dumm. Allie als Hauptcharakter war eine starke Person, die sich nicht so leicht alles gefallen lässt, jedoch kam auch sie mir etwas naiv und dumm vor. Bei den Nebencharakteren hat sich die Autorin aus den Vollen der Klischeekiste bedient und kaum einer von denen konnte mich überraschen oder schien mir etwas Tiefe zu haben. Die interessanten Charaktere hat sie entweder sterben lassen oder sie tauchten nur kurz in der Geschichte auf.

Der Plot oder die Story fand ich im Großen und Ganzen sehr langweilig. Kagawa hat es zwar geschafft für einzelne Szenen Spannung aufzubauen und diese auch zu einem Ende zu führen, jedoch für die gesamte Geschichte konnte mich nur sehr wenig am Weiterlesen motivieren. Es hat mich irgendwann nicht mehr interessiert, was aus den ganzen Figuren wird, wo sie hinkommen und wie sie das anstellen. Dasselbe gilt für den Verlauf der Handlung. Die Autorin hat sich vieles so hergerichtet und "zufällig" passieren lassen, sodass die Story in die richtige Richtung verlaufen kann. Irgendwie kam mir mal der Gedanke, dass sie während des Schreibens nicht so genau wusste, was als nächstes passieren soll und wo das Ganze hinführen wird und sie sich einfach so von einer Szene zur nächsten gehangelt hat. Ich konnte lange nicht herausfinden, um was es jetzt denn eigentlich wirklich geht (der englische Titel macht da auch irgendwie mehr Sinn).

Warum ich das Buch nach dieser Kritik trotzdem zu Ende gelesen habe, liegt einerseits daran, dass es ein Rezi-Exemplar ist und andererseits, dass der Schreibstil wirklich gut war und die Seiten nur so durch meine Hände geflogen sind. Außerdem wollte ich irgendwann dann doch wissen, wie es ausgeht. Kagawa schreibt sehr detailliert und hin und wieder auch ausschweifend, aber gleichzeitig sehr leicht und es ist flüssig zu lesen. Sie greift Themen auf, die im Bezug auf Vampire natürlich sehr interessant sind und zwar den Tod und das Sterben, Freundschaft, Liebe (wobei mich die Liebesgeschichte nicht berühren konnte und überhaupt nicht überzeugt hat), und stellt auch Fragen, was den Menschen ausmacht und was uns menschlich macht. 

Fazit

Mittelmäßiger Reihenauftakt, bei dem einiges an Potenzial verschenkt wurde. Zwar gibt es eine interessante, starke (jedoch manchmal naive und dumme) Hauptperson, leider auch viele klischeehafte Nebencharaktere, denen es an Tiefe fehlt. Story und Handlungsablauf waren etwas dürftig umgesetzt und Spannung kam nur in einzelnen Szenen, aber nie für die ganze Geschichte auf. Überzeugen konnte mich der detaillierte und anschauliche Schreibstil. Für Dystopiefans gibt es wenig Neues.